Eigentlich will ich so nicht denken, aber manchmal schleicht sich dieser Satz trotzdem in meinen Kopf. Wenn ich von einer anstrengenden Patientin komme, und dabei an meine (physischen und psychischen) Grenzen gekommen bin. Und wenn nach dieser Patientin dann auch noch ein Stapel Büroarbeit auf mich wartet, dann denke ich in der letzten Zeit manchmal „Ich kann nicht mehr.“. Ich möchte nicht jammern, nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich liebe meine Arbeit im CAH wirklich sehr. Aber in den letzten Monaten merke ich (und die anderen sicherlich auch), dass uns jemand im Team fehlt. Petra Habeck-Reim hat den CAH verlassen, weil sie aus Frankfurt weg gezogen ist. Trotzdem ist die Arbeit dieselbe geblieben, ja, eigentlich für jeden Einzelnen noch mehr geworden, weil wir Aufgaben neu verteilt haben. Seit einem guten halben Jahr streuen wir unsere Stellenanzeige. Wir inserieren in christlichen Zeitschriften. Wir posten und teilen die Anzeige auf facebook. Wir Mitarbeiter erwähnen in persönlichen Gesprächen mit Freunden, Bekannten und Menschen, die wir neu kennenlernen, dass wir Verstärkung im Team brauchen. Aber nichts passiert. Bisher kam uns beim Öffnen unseres Postfachs noch keine einzige Bewerbung entgegen. Von anderen Pflegeeinrichtungen hört man dasselbe: Es wird gesucht, aber es ist kein Personal zu bekommen.

Vor 25 Jahren, als der CAH seine Arbeit begann, war es ähnlich. Der Markt an Pflegepersonal war auch damals, wie man so schön sagt, „leergefegt“. Und dennoch kam das benötigte Personal zusammen. Gott hat den CAH versorgt. Immer auch mit Personal. Ich möchte weiter darauf vertrauen, dass ER es auch diesmal tut. Jedes Mal, wenn ich denke „Ich kann nicht mehr!“, ist Gott immer noch größer und sagt „Aber ich kann!“. Danke, dass Sie mit dafür beten, dass unser Team bald verstärkt wird.